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Muldentaltriathlon Grimma

verfaßt am: 13. Juli 2010

Bericht von Katja

Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz wünscht der SV Handwerk Leipzig.

Drei Wochen vor meinem geplanten IM Start nochmal eine Olympische Distanz machen, so war der Plan. Der Muldentaltiathlon in Grimma war da zwar aufgrund von sechs Lauf- und Radrunden nicht die erste Wahl aber die Veranstaltung auf Grund der Nähe die mit dem geringsten Zeitaufwand. Mit den für Sonntag vorhergesagen Temperaturen "stieg" auch meine Vorfreude hierauf.

Katja auf dem Rad

Für eine lokale Veranstaltung von dieser Größe und mit dieser Werbung waren acht gemeldete Frauen auf der Olympischen Distanz arg wenig, jedoch sicherten sie mir bereits vor dem Start den Altersklassensieg.

12.05 Uhr die Startzeit und somit zur größten Mittagshitze. 35 Grad im Schatten und 50 Grad in der Sonne …. Hammer. Nach drei Jahren gab es dann auch wieder mal ein Neoprenverbot bei 26 Grad Muldentemperatur. Da hätte der Veranstalter auf seiner Homepage ja tags zuvor noch einmal darauf hinweisen können, dann hätte ich den Einteiler ohne die vortriebsschädlichen Taschen genommen und den Neo gar nicht erst mitschleppen müssen. Aber ergal, schließlich war das Schwimmen noch der erfrischenste Teil der Veranstaltung.

Auf dem Weg zum Startbereich bleibe ich mit dem kleinen Zeh erstmal an einem aufstehenden gratigen Standfuß eines Absperrgitters hängen. Das blutet ganz schön. Ich lasse mir im Sanizelt eine kunstvolle Pflasterkomposition verpassen, welche nicht mal das Einschwimmen übersteht. Hoffentlich habe ich beim Laufen keine Schmerzen.

Acht gemeldete Frauen und nur vier die dann auch wirklich starten. Gut für die Platzierung aber auch die Angst in Anbetracht der startenden starken Männerriege ziemlich hinterher zu fahren. Da würden sich die vielen Runden wieder gut machen, da würde es nicht so auffallen, so meine Gedanken vor dem Start. Die Schwimmstrecke von zwei Runden a` 750m ist eigentlich sehr schön, ich komme wie erwartet zwar nicht als Letzte, aber mit hinten aus dem Wasser. Die Radstrecke wurde mit 56 HM/Runde als sehr selektiv angekündigt. Ich bin am Donnerstag extra noch einmal nach Grimma geradelt um mir den Prophetenberg anzuschauen und um zu testen welcher Gang sich dort am besten macht. Neben dem Prophetenberg gibt es noch ein kurzen, aber steilen Stich und die gemächliche Steigung nach Grimma rein, das Ganze dann je sechs mal. Um es kurz zu machen, die Radstrecke fand ich einfach nur doof, Anstiege, viele Kurven, davon eine Haarnadelkurve, Kopfsteinpflaster und Zuschauer die ohne zu schauen auf die Straße laufen und die erstmal von mir weggebrüllt werden mussten, also alles nix wo man mal seinen Rythmus findet und ein bisschen Tempo machen kann. Ich bin aber trotzdem zum schwätzen aufgelegt und liefere mir auf jeder Runde kurze lustige Wortduelle mit den Streckenposten. Spass muss sein. Auf jeden Fall gehe ich dann schon mal als zweite Frau auf die Laufstrecke. Die erste Frau würde ich nicht mehr einholen können, da sie eine starke Schwimmerin und Läuferin ist und auch um die 15 Jahre jünger. Sechs Runden durch die "Häuserschluchten" von Grimma. Wir hangeln uns ganz dicht an den Häuserwänden entlang um wenigstens ein bisschen Schatten abzufassen. Ich habe glücklicherweise keine muskulären Umstellungspobleme und kann gleich "normal" loslaufen. Es ist hart, aber es geht mir nicht wirklich schlecht. Zum Glück gibt es pro Runde zwei Wasserstellen mit zwei Wasserspritzern und ich lasse mich jedes Mal komplett mit Wasser einweichen. Das angenehme Gefühl auf der Haut hält leider jedoch nur kurz an. Dann die letzte Runde und der Zieleinlauf als zweite Frau, wie immer ein geiles Gefühl. Ich werde vom Moderator und IM-Athlet Roman Knoblauch abgeklatscht und freue mich, dass meine erstmalig zuschauenden Ellis in der brütenden Hitze bis zum Schluss ausgeharrt haben.

Katja